• Jürgen A. Lang

2021: Das Jahr der Entscheidungen

„Vielleicht hat die Corona-Krise nur einen einzigen Sinn: der Menschheit unmissverständlich klarzumachen, dass es auch ohne sie nicht so weitergegangen wäre wie bisher.“

Covid-19 hat uns auf drastische Weise das „große Zuviel“ gezeigt… und sehr viele Menschen mit der Wahrheit konfrontiert:

Wir stecken in einer gigantischen Steigerungskrise. Und zwar schon lange.

Die Pandemie ist ein Weckruf.


Es ist kein Zufall, dass die Pandemie vor allem die überhitzten Branchen des alten Normal besonders hart getroffen hat – Fleischproduktion, Kreuzfahrtschiffe, Flugverkehr, exzessiver Tourismus, fossile Automobilität.


Was verbindet diese Branchen, die am meisten unter der Krise leiden mussten? Kurzgesagt: sehr schnelles Wachstum. Marktübersättigung. Mergerismus.


Wo Wirtschaft zur reinen Effizienzmaschine wird, wird sie besonders fragil.


Das haben Krisen so an sich: Sie beenden Exzesse. Sie konfrontieren uns mit unserer eigenen Dekadenz. Sie lösen festgefräste Denkmuster auf und zerstören das Überkommene.


Sie erzwingen Innovationen, die vorher im Latenten stecken geblieben waren.

Diese Shifts sind nicht immer angenehm. Aber das ist vielleicht genau das Wesen des Wandels, der jetzt überdeutlich vor uns liegt: Schmerz und Neubeginn.


Wir haben die Komfortzone, die längst brüchig geworden war, hinter uns gelassen.

Im Sinne der Zukunft ist das keine schlechte Botschaft.


Quelle: Matthias Horx (Auszug aus dem Zukunftsreport 2021)



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